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Zweite Intifada
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Die Zweite Intifada, auch bekannt als âAl-Aksa-Intifadaâ bzw. âAl-Aqsa-Intifadaâ, war ein gewaltsamer Konflikt zwischen PalĂ€stinensern und Israelis, welcher sich von Jerusalem und Israel auf den Gazastreifen und das Westjordanland ausweitete. Sie begann am 28. September 2000, nachdem der Oslo-Friedensprozess mit den ergebnislosen Verhandlungen in Camp David gescheitert war. Im Unterschied zur Ersten Intifada setzten radikale PalĂ€stinenser auf TerroranschlĂ€ge in Israel.cite-ref-1[1]
Mit dem Abschluss eines Waffenstillstands zwischen dem PrÀsidenten der palÀstinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas und Israels MinisterprÀsidenten Ariel Scharon im Àgyptischen Scharm el-Scheich im Februar 2005 war die Zweite Intifada offiziell beendet. Folgen waren der Bau der israelischen Sperranlage,cite-ref-2[2] die Umsetzung von Scharons Abkoppelungsplan und Armut unter den PalÀstinensern.cite-ref-3[3] Zu Kampfhandlungen und Terrorakten kam es in der Konfliktregion jedoch trotz Phasen wechselseitiger Ruhe weiterhin.
Contents
âą Entwicklung
âą Chronologie
âą Bericht
âą Opferzahlen
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Politische Besetzungen des Namens
Die Zweite Intifada wird mehrheitlich von arabischen Kreisen auch Al-Aqsa-Intifada (arabisch ۧÙŰȘÙۧ۶۩ ۧÙŰŁÙŰ”Ù, DMG IntifÄážat al-AqáčŁÄ), nach der Al-Aqsa-Moschee genannt, weil sie nach Darstellung der PalĂ€stinenser ihren Ausgangspunkt bei dieser Moschee auf dem Jerusalemer Tempelberg habe. âIntifadaâ bedeutet ĂŒbersetzt âabschĂŒttelnâ (gemeint sind Israelisch besetzte Gebiete).cite-ref-4[4] Von der israelischen Armee wird die zweite Intifada als âŚŚŚšŚŚąŚ ŚŚŚŚŚȘ ŚŚ©Ś€Śâ (âFlut-und-Ebbe-Ereignisseâ) bezeichnet. Manche israelische Kreise bezeichnen die zweite Intifada auch als Oslokrieg, in Anspielung auf den gescheiterten Oslo-Friedensprozess. In den Medien wird auch der Ausdruck âTerror-Intifadaâ verwendet.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]
Der Beginn der Zweiten Intifada
Wie angekĂŒndigt besuchte der israelische Oppositionspolitiker Ariel Scharon am 28. September 2000 in Begleitung von bewaffnetem Personenschutz und mehr als 1000 Polizistencite-ref-10[10] den in der Jerusalemer Altstadt unter arabischer Verwaltung stehenden Tempelberg. Nach israelischen Protokollen hatte der palĂ€stinensische Sicherheitschef Dschibril ar-Radschub sein EinverstĂ€ndnis fĂŒr Scharons öffentlich angekĂŒndigten Besuch gegeben, sofern dieser keine Moschee betrete.
Zuerst gab es am Besuchstag von Scharon auf dem Tempelberg kleine friedliche Demonstrationen, ansonsten verlief der Besuch ohne Probleme. Am nĂ€chsten Tag kam es jedoch zu gewalttĂ€tigen Demonstrationen, die in den Folgetagen durch die israelische Polizei unter Waffeneinsatz zurĂŒckgedrĂ€ngt wurden. Dabei wurden vier Personen getötet und etwa zweihundert verletzt, darunter vierzehn Polizisten. Im Gazastreifen und dem Westjordanland begannen daraufhin gewaltsame und bewaffnete Ausschreitungen gegen israelisches Sicherheitspersonal, worauf palĂ€stinensische Organisationen und muslimische Kreise die zweite Intifada als allgemeinen, gewaltsamen Aufstand gegen Israel ausriefen. Israelnahe Quellen warfen dem palĂ€stinensischen Minister fĂŒr Medien und Kommunikation vor, er habe eingestanden, die zweite Intifada in taktischem Stil vorher geplant zu haben.cite-ref-11[11] Laut dem israelischen Historiker Benny Morris ist es unklar, ob der Aufstand spontan oder auf Befehl der palĂ€stinensischen FĂŒhrung begonnen hat. Morris wirft den palĂ€stinensischen Autonomiebehörden vor, nichts zur Beruhigung der Lage beigetragen zu haben.cite-ref-12[12]
Israel bezeichnete den Polizeieinsatz als notwendig, um einem Landfriedensbruch vorzubeugen und das Gewaltmonopol des Staates durchzusetzen. Das palĂ€stinensische Radio hatte dazu aufgerufen, die Moschee zu verteidigen und die kleine schlecht ausgerĂŒstete palĂ€stinensische Polizei habe erklĂ€rt, nichts gegen gewaltsame Demonstrationen ohne israelische Intervention unternehmen zu können. War die erste Intifada eher ein Aufstand von Angehörigen der einfachen Bevölkerung, so zeichnete sich bei der zweiten Intifada schnell ein verstĂ€rkter Einsatz der radikalen Untergrundgruppen, wie der Hamas, auf Seiten der PalĂ€stinenser, mit deutlich höherem Gewalteinsatz und Terror ab.
Entwicklung
An der zweiten Intifada beteiligten sich sowohl die religiös-politischen Organisationen (Hamas und Islamischer Dschihad), als auch die linken PFLP und DFLP. Seit 2001 verĂŒbten auch Arafats al-Aqsa-Brigaden und andere zur eher konservativen Fatah gehörenden Gruppen SelbstmordanschlĂ€ge. Die HĂ€lfte aller AnschlĂ€ge geht auf das Konto der Hamas, etwa ein FĂŒnftel auf das des Islamischen Dschihad, rund ein Drittel auf das der al-Aqsa-Brigaden.
Kennzeichnend fĂŒr den palĂ€stinensischen Kampf war der Einsatz von SelbstmordattentĂ€tern, vorzugsweise in Bussen und Restaurants. Israel antwortete mit militĂ€rischen Operationen gegen die Infrastruktur des Terrors und der gezielten Tötung von AnfĂŒhrern militanter Organisationen und von fĂŒr die Attentate Verantwortlichen.
Chronologie
2000
âą An der etwa zwei Kilometer sĂŒdöstlich von Netzarim gelegenen Kreuzung wird bereits am 27. September 2000, also einen Tag vor dem Besuch von Ariel Scharon auf dem Tempelberg, eine israelische MilitĂ€rpatrouille von palĂ€stinensischen ScharfschĂŒtzen angegriffen und dabei ein israelischer Soldat getötet.cite-ref-13[13]
âą Tod des zwölfjĂ€hrigen palĂ€stinensischen Jungen Muhammad al-Durrah wĂ€hrend einer SchieĂerei bei Netzarim an derselben Kreuzung vor laufenden Kameras am 30. September 2000. Jedoch ist bis heute umstritten, ob der Junge durch israelische Kugeln ums Leben kam.
âą Lynchmord von Ramallah am 12. Oktober 2000 an den beiden israelischen Reservisten Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami. Die Grausamkeit des Vorfalls, der von einem italienischen Fernsehteam gefilmt wird, sorgt international fĂŒr Entsetzen.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
âą Beschuss von israelischem Gebiet auĂerhalb des Gazastreifens mit Mörsergranaten und Raketen, vor allem der Stadt Sderot.
âą Seit Anfang Oktober 2000 fĂŒhrt die israelische Armee zahlreiche MilitĂ€raktionen durch, bei denen sie kurzfristig in Autonomiegebiete eindringt und gesuchte Terroristen festnimmt und die Infrastruktur des Terrors zerstört.cite-ref-16[16]
⹠Nach mehreren AnschlÀgen mit Autobomben beginnt am 22. Dezember 2000 eine neue Serie palÀstinensischer Selbstmordattentate. Zuvor gab es laut Angaben der israelischen Regierung 2 Jahre lang keine Selbstmordattentate.cite-ref-statistik-israelisches-au-enministerium-17-0[17]
2001
âą Am 4. MĂ€rz 2001 sprengt sich ein Hamas-Terrorist nahe dem Marktplatz von Netanja in die Luft. Zwei Frauen und einen alten Mann reiĂt er mit in den Tod.cite-ref-hb-18-1[18]
âą Am 18. Mai 2001 zĂŒndet ein Hamas-Terrorist am Eingang des Einkaufszentrums âHascharonâ in Netanja eine unter dem Mantel verborgene Sprengladung. FĂŒnf Israelis und der AttentĂ€ter sterben.cite-ref-hb-18-2[18]
âą Am 16. April 2001 wird Israel erstmals mit einer Kassam-Rakete beschossen.cite-ref-19[19] Am selben Tag schlagen fĂŒnf Mörsergranaten auf dem Stadtgebiet von Sderot ein.
âą Am 17. April 2001 beginnt die israelische Armee zur Beruhigung der Lage mit kurzzeitigen Besetzungen von Teilen der Autonomiegebiete. Damit soll die Sicherheitslage stabilisiert, WaffenwerkstĂ€tten zerstört, gesuchte Terroristen verhaftet und politischer Druck auf Arafat ausgeĂŒbt werden.
âą Am 9. August 2001 sterben bei einem Selbstmordanschlag in der Jerusalemer Pizzeria Sbarro 16 Menschen, darunter sieben Kinder und eine Schwangere, weitere 130 Menschen werden verletzt.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]
âą In Elei Sinai werden bei einem Anschlag am 2. Oktober 2001 zwei junge Israelis erschossen und weitere 15 zum Teil schwer verletzt. Die TĂ€ter benutzen Schusswaffen und werfen auch mehrere Handgranaten.cite-ref-23[23] Am 2. Dezember 2001 wird im gleichen Ort ein Israeli erschossen und vier weitere zum Teil schwer verletzt.cite-ref-24[24]
âą Am 17. Oktober 2001 wird der israelische Minister fĂŒr Tourismus, Rechawâam Zeâewi in einem Hotel in Jerusalem ermordet.
âą Am 28. Oktober 2001 verĂŒben zum ersten Mal von der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde angestellte SicherheitskrĂ€fte ein Attentat auf Israelis. Die beiden AttentĂ€ter fahren mit ihrem Fahrzeug durch Chadera und schieĂen mit M-16 Schnellfeuergewehren wahllos auf Passanten. Die AttentĂ€ter töten vier Frauen, Lidia Marco 63 Jahre, Ayala Levy 39 Jahre, Sima Menachem 30 Jahre, Smadar Levy 23 Jahre und verletzen 44 Menschen zum Teil schwer, bevor sie von der israelischen Polizei getötet werden.cite-ref-25[25]
⹠Bei einem Granaten-Angriff am 24. November 2001 auf Kefar Darom im Gazastreifen werden ein Israeli getötet und zwei weitere verletzt.cite-ref-27[27]
âą Am 29. November 2001 zĂŒndet ein palĂ€stinensischer SelbstmordattentĂ€ter eine Bombe in einem Linienbus, als dieser ein Ausbildungscamp der israelischen Armee nahe Chadera passiert. Dabei werden drei Israelis getötet, darunter Inbal Weiss (22) und Ichiav Alshayd (28). Mindestens neun weitere Menschen werden teils schwer verletzt.cite-ref-29[29]
âą Am 1. Dezember 2001 sterben bei drei Attentaten in Jerusalem zehn Menschen, davon zwei in der Ben-Jehuda-StraĂe; mehr als 180 werden zum Teil lebensgefĂ€hrlich verletzt.cite-ref-30[30]
âą Bei einem palĂ€stinensischen Ăberfall auf einen Bus am 12. Dezember 2001 in Immanuel werden elf Israelis getötet und etwa 30 verletzt. Der israelische Bus wurde bei seiner Einfahrt in die Kleinstadt durch zwei Bombenexplosionen gestoppt, die nach Polizeiangaben vier Insassen in den Tod rissen. AnschlieĂend beschoss mindestens ein PalĂ€stinenser den Bus und andere Fahrzeuge und tötete sechs weitere Israelis, bevor er selbst erschossen werden konnte.cite-ref-32[32] Eine weitere Person erlag am 25. MĂ€rz 2002 ihren Verletzungen.cite-ref-33[33]
2002
âą Ein bewaffneter PalĂ€stinenser ĂŒberfĂ€llt am 17. Januar 2002 eine Bat-Mizwa-Gesellschaft in einem Tanzsaal der Stadt Chadera und tötet sechs Menschen, weitere 33 Menschen werden verletzt. Der TĂ€ter hatte mit einem Schnellfeuergewehr wahllos auf die GĂ€ste geschossen. Bei dem Attentat sterben Aharon Ben Yisrael-Alis (32), Dina Binayaw (48), Edward (48), Antoli Bakschayaw (63), Avi Yazadi (25) und Boris Melihow (56).cite-ref-35[35]
âą Beim ersten palĂ€stinensischen Selbstmordanschlag mit weiblichem TĂ€ter wird an der StraĂenkreuzung Jaffa/King George-Street in Jerusalem am 27. Januar 2002 ein Israeli getötet, mehr als 150 Menschen werden verletzt.cite-ref-36[36]
⹠Am 6. Februar 2002 werden in Chamra im Westjordanland Miri Ohana und ihre 11-jÀhrige Tochter Yael in ihrem Haus von einem als israelischen Soldaten verkleideten bewaffneten Terroristen ermordet. Bei dem Angriff wird auch der Reservist Hauptfeldwebel Moshe Mejos Mekonan aus Beit Shean getötet. Sowohl Fatah als auch Hamas bekennen sich zu dem Anschlag.
⹠PalÀstinensische Terroristen feuern am 10. Februar 2002 erstmals Kassam-2-Raketen auf Israel ab.cite-ref-37[37]
⹠Am 16. Februar 2002 werden bei einem Selbstmordattentat in Karnei Schomron drei israelische Jugendliche getötet und 27 Menschen verletzt.cite-ref-38[38]
âą Am 19. Februar 2002 werden nahe dem palĂ€stinensischen Dorf Ein Arik sechs Israelis von palĂ€stinensischen Terroristen ermordet, ein siebter wird schwer verletzt. Ein Arik befindet sich westlich der Autonomiestadt Ramallah und nördlich der jĂŒdischen Ortschaft GivÊżat Seev.cite-ref-39[39]
âą Bei einem Terroranschlag ermordet am 2. MĂ€rz 2002 ein palĂ€stinensischer SelbstmordattentĂ€ter im Stadtviertel Beit Israel mindestens neun Menschen und verletzt mindestens 40 weitere Menschen zum Teil schwer. Der Sprengsatz am Körper des Terroristen explodiert gegen 19:15 Uhr Ortszeit in dem von ultra-orthodoxen Juden bewohnten Viertel, als diese am Schabbat aus den Synagogen heimkehren. Die Tat ereignet sich an der Kreuzung Beit Israel / Haim Ozer StraĂe. Wie der israelische Rundfunk am Abend weiter meldet, jubelten nach dem Attentat die palĂ€stinensischen Einwohner der Autonomiestadt Ramallah auf den StraĂen.cite-ref-40[40]
âą Am 3. MĂ€rz 2002 werden in der NĂ€he der Ortschaft Ofra zehn Israelis getötet und mindestens sechs zum Teil schwer verletzt, als ein palĂ€stinensischer Terrorist an einem StraĂenkontrollpunkt mit einem Gewehr wahllos auf israelische Passanten, Soldaten und auch Ersthelfer feuert.cite-ref-41[41]
âą Am 5. MĂ€rz 2002 zĂŒndet ein palĂ€stinensischer SelbstmordattentĂ€ter in Afula in einem Linienbus eine Bombe. Dabei wird ein Israeli getötet und mindestens 17 weitere verletzt. Am gleichen Tag tötet ein palĂ€stinensischer AttentĂ€ter in zwei Restaurants im Zentrum von Tel Aviv drei Israelis und verletzt mehr als 30.cite-ref-42[42]
âą Bei einem Attentat eines PalĂ€stinensers in Kerem Atzmona werden in der Nacht vom 7. auf den 8. MĂ€rz 2002 fĂŒnf junge Israelis getötet und mindestens 23 zum Teil schwer verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich um Tal Kurtzvail aus Bnei Brak, Asher Marcus, Ariel Zana, sowie Eran Pikar aus Jerusalem, alle 18 Jahre alt. Der Name des fĂŒnften Todesopfers ist zu der Zeit noch nicht bekannt.cite-ref-43[43]
⹠Bei zwei TerroranschlÀgen in Jerusalem und Netanja werden am 9. MÀrz 2002 zwölf Israelis getötet und mindestens 105 zum Teil lebensgefÀhrlich verletzt.cite-ref-44[44]
⹠Bei einem Angriff von Terroristen auf einen israelischen Bus in der NÀhe der Grenze zum Libanon bei Rosch haNikra werden am 12. MÀrz 2002 sechs Israelis getötet und mindestens sieben weitere verletzt.cite-ref-45[45]
⹠Bei einem Selbstmordanschlag eines PalÀstinensers in einem israelischen Linienbus nahe der Stadt Umm al-Fahm werden am 20. MÀrz 2002 mindestens sieben Israelis getötet und mehr als 30 zum Teil schwer verletzt.cite-ref-46[46]
âą Am 21. MĂ€rz 2002 zĂŒndet in der Jerusalemer Innenstadt ein palĂ€stinensischer SelbstmordattentĂ€ter einen Sprengsatz, tötet drei Menschen und verletzt mehr 60 Menschen zum Teil schwer. Die Todesopfer waren Yitzhak Cohen und das Ehepaar Shemesh aus Pisgat Ze'ev. Tzipi, die im fĂŒnften Monat schwanger war und Gad Shemesh hinterlassen zwei Kinder (7 und 3 Jahre alt).cite-ref-47[47]
âą Am 27. MĂ€rz 2002 werden bei einem Selbstmordanschlag 22 Menschen im Park Hotel in Netanja wĂ€hrend des Sederabends, an dem 250 GĂ€ste teilnahmen, getötet und weitere 140 verletzt.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49] Die Hamas ĂŒbernimmt die Verantwortung fĂŒr den Anschlag. Der Terrorist war ein von Israel gesuchtes Hamas-Mitglied aus Tulkarem.
âą Am 28. MĂ€rz 2002 erschieĂt ein PalĂ€stinenser eine vierköpfige jĂŒdische Familie im Westjordanland.
âą Am 29. MĂ€rz 2002 werden im Gazastreifen zwei Israelis erstochen und in West-Jerusalem reiĂt eine PalĂ€stinenserin bei einem Selbstmordanschlag zwei Menschen mit in den Tod.cite-ref-50[50]
âą Bei einem Ăberfall palĂ€stinensischer Terroristen auf Elon Moreh werden am 28. MĂ€rz 2002 zwei jĂŒdische Einwohner getötet und drei weitere verletzt. Die AttentĂ€ter drangen am Abend in die Siedlung ein und feuerten mit automatischen Waffen auf die Bewohner in einem Wohnhaus.cite-ref-51[51]
âą Als Reaktion darauf besetzt die israelische Armee am 29. MĂ€rz 2002 den Amtssitz von Jassir Arafat zwischen Bir Zait und Ramallah. Zuvor hatte der israelische MinisterprĂ€sident Ariel Scharon erklĂ€rt, Jassir Arafat sei ein Feind Israels, weil er sich weigere, den Terrorismus zu bekĂ€mpfen. Deshalb solle er isoliert, aber nicht verletzt oder getötet werden. Die Muqataa wird dabei teilweise zerstört.cite-ref-52[52] Dies bildete den Auftakt der Operation Schutzschild. Sie fĂŒhrte bis zum 10. April 2002 zur Wiederbesetzung der unter palĂ€stinensischen Autonomieverwaltung stehenden Gebiete. Ziel der Operation war es, weitere palĂ€stinensische Attentate zu verhindern.
â Hauptartikel: Operation Schutzschild
âą Am 31. MĂ€rz 2002 sterben bei einem erneuten Selbstmordanschlag eines PalĂ€stinensers mindestens 15 Menschen, rund 45 werden zum Teil schwer verletzt. Der Selbstmord-AttentĂ€ter sprengt sich gegen 14:45 Uhr Ortszeit im Restaurant âMatzaâ im Haifaer Stadtteil Neve ShaÂŽanan in die Luft. Inhaber des Restaurants ist ein israelischer Araber und viele Araber verkehren dort. Es galt zuvor als ausgeschlossen, dass palĂ€stinensische Terroristen ein arabisches Lokal als Ziel auswĂ€hlen wĂŒrden.cite-ref-53[53]
⹠Am 12. April 2002 kostet der Selbstmordanschlag einer PalÀstinenserin von den Al-Aksa-Brigaden in Jerusalem sechs Tote und rund 60 Verletzte, davon 7 Schwerverletzte. Die AttentÀterin sprengte sich unweit des Mahane-Yehuda-Marktes an einer Bushaltestelle in die Luft an der ein Linienbus stand.cite-ref-54[54]
âą Am 16. Juni 2002 beginnt der Bau der israelischen Sperranlage zum Westjordanland, die das Einsickern von AttentĂ€tern verhindern soll. Das israelische âIntelligence and Terrorism Centerâ verzeichnet ab Baubeginn eine signifikante Reduzierung tödlicher SelbstmordanschlĂ€ge.
⹠In der Nacht vom 28. zum 29. Juni 2002 erfolgt nach viertÀgiger Belagerung die Sprengung der Muqataa (GefÀngnis und Polizeizentrale) von Hebron, in der sich 15 Militante verschanzt hatten.
âą Wiedereröffnung des Internierungslagers im MilitĂ€rlager Ofer bei Baituniya sĂŒdwestlich von Ramallah (seit 2006 von der zivilen GefĂ€ngnisverwaltung betreut)
2003
âą Am 5. Januar 2003 sprengen sich zwei AttentĂ€ter im SĂŒden von Tel Aviv nahezu zeitgleich und nur wenige hundert Meter voneinander entfernt in die Luft. Sie reiĂen 23 Menschen mit in den Tod und verletzten 100 weitere Menschen, mehrere GebĂ€ude werden beschĂ€digt. Zu den AnschlĂ€gen bekennen sich der Islamische Dschihad in PalĂ€stina und die Al Aksa-Brigaden.cite-ref-55[55]
âą Am 19. August 2003 verĂŒbt die Hamas einen Selbstmordanschlag auf einen Bus im Jerusalemer Stadtteil Shmuel Hanavi. Dabei sterben 23 Personen, darunter 5 Kinder und 2 SĂ€uglinge; 130 weitere werden zum Teil schwer verletzt.
⹠Am 4. Oktober 2003 sprengt sich eine 29-jÀhrige palÀstinensische SelbstmordattentÀterin im Restaurant Maxim in Haifa in die Luft, 19 Menschen werden mit in den Tod gerissen. Weitere 60 Menschen werden verletzt, von denen 2 spÀter ihren Verletzungen erliegen.
âą Am 18. Oktober 2003 werden drei israelische Soldaten in der NĂ€he der Siedlung Ofra aus einem Hinterhalt erschossen.
2004
⹠Am 29. Januar 2004 werden elf Menschen in Jerusalem bei einem palÀstinensischen Selbstmordanschlag in einem Bus getötet.
âą Die beiden groĂen MilitĂ€raktionen âOperation Regenbogenâ und âTage der BuĂeâ im FrĂŒhjahr bzw. Herbst 2004.
âą Am 22. MĂ€rz 2004 tötet die israelische Armee den spirituellen FĂŒhrer der Hamas, Scheich Ahmad Yasin.
⹠Am 17. April 2004 wird auch sein Nachfolger Abd al-Aziz ar-Rantisi durch einen gezielten israelischen Raketenangriff getötet.
2005
Erste GesprĂ€che zur Beendigung der Gewalt begannen nach der Wahl zum PrĂ€sidenten der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde am 26. Januar 2005 zwischen Dov Weissglas, einem Berater des israelischen MinisterprĂ€sidenten, und dem palĂ€stinensischen Verhandlungsminister Saeb Erekat statt. Es wurde ein RĂŒckzug aus Ramallah, Tulkarem, Kalkilya und Jericho und ein Aussetzen der Politik der gezielten Tötung von militanten FĂŒhrern von PalĂ€stinenserorganisationen vereinbart. Auch EinsĂ€tze der palĂ€stinensischen Polizei zur Verbesserung der Sicherheitslage wurden vereinbart.
Am 8. Februar 2005 hatten sich Abbas und Scharon in Scharm El-Scheich zum ersten Gipfel seit Beginn der Intifada getroffen, auf dem ein Waffenstillstand vereinbart wurde. Dieser Tag gilt als Ende der zweiten Intifada. Die besonders kritisierte Praxis der Zerstörung der WohnhĂ€user von TerrorverdĂ€chtigen wurde ebenso wie die gezielten Tötungen seit Mitte Februar 2005 mit Ende der 2. Intifada eingestellt. Als Gastgeber dieses Treffen waren der Ă€gyptische PrĂ€sident Husni Mubarak und Jordaniens König Abdullah II. anwesend. Die Hamas erklĂ€rte allerdings am Nachmittag, dass sie sich an die Vereinbarung nicht gebunden fĂŒhle. Man werde die Ruhe nur dann einhalten, wenn sich Israel zur Freilassung aller etwa 8.000 palĂ€stinensischen HĂ€ftlinge verpflichte.cite-ref-56[56]
Bericht
Human Rights Watch veröffentlichte am 30. November 2001 einen Bericht, in dem der PalĂ€stinensische Autonomiebehörde und Jassir Arafat schwere VorwĂŒrfe gemacht wurden. So wĂŒrden in palĂ€stinensischen GefĂ€ngnissen Gefangene gefoltert und erhielten nur selten einen fairen Prozess. Es befĂ€nden sich derzeit mindestens 450 PalĂ€stinenser ohne Anklage in Haft. Seit Beginn der Intifada im September vergangenen Jahres seien bereits fĂŒnf Personen gestorben, drei davon an den Folgen der Folter. Die meisten der Inhaftierten seien mutmaĂliche Kollaborateure Israels oder hĂ€tten Land an Israelis verkauft. Auch wurde Jassir Arafat und der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde vorgeworfen, nichts zur AufklĂ€rung der rund 30 Morde an angeblichen Kollaborateuren unternommen zu haben. Human Rights Watch verurteilte zudem, dass Arafat die Festnahme von palĂ€stinensischen Terroristen verweigere, die AnschlĂ€ge auf Israelis verĂŒbt haben oder Terroristen bereits nach kurzer Zeit ohne Gerichtsverhandlung wieder aus der Haft entlasse.cite-ref-57[57]
Opferzahlen
Die Israelis zĂ€hlten in den 1558 Tagen der Al-Aqsa-Intifada 460 Angriffe mit Kassam-Raketen und 20.406 AnschlĂ€ge, darunter 138 SelbstmordanschlĂ€ge und 13.730 SchussĂŒberfĂ€lle. Nach Angaben der Zeitung Jediâot Acharonot wurden 1.036 Israelis getötet, davon 715 Zivilisten, und 7.054 verletzt. Nur fĂŒr die SelbstmordanschlĂ€ge gilt: âSeit Beginn der Intifada (September 2000) wurden bei 143 SelbstmordanschlĂ€gen 513 Israelis getötet und 3.380 verletzt. Die AnschlĂ€ge wurden von 160 SelbstmordattentĂ€tern und -tĂ€terinnen durchgefĂŒhrt.âcite-ref-58[58]
Auf palĂ€stinensischer Seite gab es 3.592 (nach palĂ€stinensischen Quellen 3.336) Tote, davon 985 Zivilisten. Israel bezeichnet 959 von ihnen als Terroristen. 208 PalĂ€stinenser wurden gezielt getötet. Ăber 600 palĂ€stinensische Tote waren Mitglieder der Sicherheitsdienste der Autonomiebehörde (Geheimdienste oder Polizei).
GemÀà einer Statistik des âAnti-Terror-Institutsâ beim Herzlia Interdisciplinary Center starben 126 palĂ€stinensische Frauen und mehr als doppelt so viele israelische Frauen (285). 365 PalĂ€stinenser wurden von ihren eigenen Landsleuten getötet, in der Regel im Rahmen von Blutrache, Ehrenmorden und Lynchjustiz an tatsĂ€chlichen oder vermeintlichen Kollaborateuren.
Nach Angaben der NGO BâTselem töteten PalĂ€stinenser nach Beginn der Zweiten Intifada Dutzende palĂ€stinensischer Zivilisten wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit Israel. Die Opfer wurden teils bei Morden von Organisationen getötet; teils durch SicherheitskrĂ€fte der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde infolge Folter oder bei Fluchtversuchen, teils wurden sie von Menschenmassen gelyncht.cite-ref-59[59]
Ăkonomische Folgen
Die Zweite Intifada hatte auf beiden Seiten starke negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation. Im Westjordanland lag das reale Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt 2002 um 22 Prozent niedriger als im Jahr 2000. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote stieg von 7,5 Prozent kurz vor Ausbruch der Intifada auf 28,2 Prozent im Jahr 2002. Die Löhne gingen zurĂŒck, vor allem unter den ungebildeten ArbeitskrĂ€ften, die vorher in Israel zu höheren Löhnen beschĂ€ftigt waren.cite-ref-60[60] Das BĂŒro des Sonderkoordinators der Vereinten Nationen in den besetzten Gebieten (UNSCO) schĂ€tzte den Schaden fĂŒr die palĂ€stinensische Wirtschaft im ersten Quartal 2002 auf ĂŒber 1,1 Mrd. USD, verglichen mit einem jĂ€hrlichen BIP von 4,5 Mrd. USD.cite-ref-0-61-0[61]
Der ökonomische Schaden fĂŒr Israel, insbesondere infolge eines drastischen RĂŒckgangs des Tourismus, belief sich nach SchĂ€tzungen der israelischen Handelskammer auf 35â45 Mrd. US-Dollar, verglichen mit einem BIP von 122 Mrd. USD im Jahr 2002. Nach 2003 erholte sich die Wirtschaft Israels allerdings rasch.cite-ref-0-61-1[61]
Weitere Entwicklung
Der auf dem Gipfeltreffen von Scharm-El-Scheich vereinbarte Friedensdialog wurde von AnschlĂ€gen ĂŒberschattet. Am 26. Februar 2005 sprengte sich ein palĂ€stinensischer SelbstmordattentĂ€ter in Tel Aviv in die Luft. Bei der Explosion wurden 5 Israelis getötet und rund 50 Menschen verletzt. Der Islamische Dschihad ĂŒbernahm die Verantwortung fĂŒr das Attentat.
Am 18. MĂ€rz 2005 begann Israel mit der RĂ€umung der besetzten palĂ€stinensischen StĂ€dte. Gleichzeitig konnte Mahmud Abbas mit der Hamas und dem Islamischen Dschihad eine bis Ende des Jahres gĂŒltige Waffenruhe mit Israel aushandeln.
Als Ende der Waffenruhe gelten die Raketen- und Mörserangriffe auf jĂŒdische Ortschaften im und in der NĂ€he des Gazastreifens vom 15. Juli 2005. Die israelische Armee reagierte mit gezielten Tötungen auf vier Mitglieder der Hamas in Gaza und drei weiteren in Salit im Westjordanland. Trotzdem setzte Israel seinen Plan der einseitigen Abkoppelung im August um.
Gerichtliche Verfahren
âą Ein US-Bundesgericht in New York verurteilte im Februar 2015 die PalĂ€stinensische Autonomiebehörde und die PalĂ€stinensische Befreiungsorganisation (PLO) wegen Attentaten in Israel zur Zahlung von 218 Millionen Dollar (192 Millionen Euro) an Opfer aus den USA. Die Geschworenen befanden die Angeklagten wegen sechs AnschlĂ€gen zwischen 2002 und 2004 fĂŒr schuldig. Bei den AnschlĂ€gen hatte es insgesamt 33 Tote und mehr als 390 Verletzte gegeben. Elf Opferfamilien hatten vor dem Bundesgericht auf Schadenersatz geklagt. Die Geschworenen gaben der PLO und der Autonomiebehörde eine Mitschuld an den AnschlĂ€gen. Diese wurden von Mitgliedern der radikalislamischen Hamas und den Al-Aksa-MĂ€rtyrerbrigaden ausgefĂŒhrt, von denen einige auf der Gehaltsliste der PalĂ€stinenserbehörde beziehungsweise der PLO gestanden haben sollen. Die palĂ€stinensische Seite kĂŒndigte Berufung gegen das Urteil an.cite-ref-62[62]
âą Das Bezirksgericht in Jerusalem sprach am 8. Juli 2019 die PalĂ€stinensische Autonomiebehörde und die PalĂ€stinensische Befreiungsorganisation (PLO) fĂŒr schuldig an 17 Terrorattacken wĂ€hrend der Zweiten Intifada. Sie seien mitverantwortlich fĂŒr die Taten von Terror-Organisationen wie der Hamas und dem Islamischen Dschihad. Das Urteil belege, dass die Intifada kein Volksaufstand war, sondern ein absichtlicher und geplanter Krieg gegen die israelische Zivilbevölkerung, sagte die Vertreterin der geschĂ€digten Familien, Nitzana Darschan-Leitner. BegrĂŒndet wurde das Urteil damit, dass die PA und die PLO keine staatlichen Organe seien und somit bei Schadensersatzforderungen nicht durch ImmunitĂ€t geschĂŒtzt. Sie hĂ€tten Stipendien an gefangene Terroristen bezahlt und getötete AttentĂ€ter verherrlicht, indem sie etwa StraĂen, Schulen und öffentliche PlĂ€tze nach ihnen benannt hĂ€tten. Die PA habe auĂerdem die Waffen fĂŒr die ErschieĂung der Zivilisten finanziert. Die PalĂ€stinensische Autonomiebehörde sollte fĂŒr 40 Prozent der Kompensationen aufkommen, die TĂ€ter fĂŒr den Rest. Bei den verhandelten 17 Terrorattacken waren 34 Israelis getötet und sieben verletzt worden.cite-ref-63[63]
Literatur
âą Devorah S. Manekin: Regular Soldiers, Irregular War: Violence and Restraint in the Second Intifada. Cornell University Press, Ithaca 2020, ISBN 978-1-5017-5043-4.
Weblinks
Commons
: Zweite Intifada
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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cite-note-22. â Martin SchĂ€uble, Noah Flug: Die Zweite Intifada und der Bau der Barriere in Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung. 28. MĂ€rz 2008
cite-note-33. â Welche Folgen die Intifada fĂŒr PalĂ€stina hat in Die Welt. 14. November 2004.
cite-note-44. â Innenministerium Nordrhein-Westfalen â Glossar: "Intifada" Erste Intifada
cite-note-55. â https://www.zeit.de/2004/31/Pal_8astina
cite-note-66. â http://www.spiegel.de/spiegel/a-119513.html
cite-note-77. â http://www.hagalil.com/archiv/2004/09/terror-0.htm
cite-note-88. â https://www.newsweek.com/why-west-financing-palestinian-terrorism-700861
cite-note-99. â https://www.morgenpost.de/politik/article103647025/Israel-muss-seine-Buerger-schuetzen.html
cite-note-1010. â Noah Flug, Martin SchĂ€uble: Die Geschichte der Israelis und PalĂ€stinenser. 2. Aufl., Hanser, MĂŒnchen / Wien 2007, ISBN 978-3-446-20907-7, S. 123
cite-note-1111. â vgl. The Palestinian leadership confesses: The El Aqsa Intifadah: Everything Was Planned (Memento vom 18. Dezember 2012 im Webarchiv archive.today) von Website der World Zionist Organization, Weblink abgerufen am 1. Januar 2012.
cite-note-1212. â Benny Morris: One State, Two States. Yale 2009, S. 140f
cite-note-1313. â Am 19. Januar 2009 war Dr. Juliane Wetzel vom Zentrum fĂŒr Antisemitismus an der TU Berlin zu Gast im Centrum Judaicum und sprach ĂŒber "Israel in den Medien" (Memento vom 16. September 2011 im Internet Archive) Dr. Juliane Wetzel: Israel in den Medien.
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